| Kurzer
geschichtlicher Abriss |
| 1878 |
Errichtung
des Bahnbetriebswerks (Bw) Wedau als Lokomotivwerkstätte
der Rheinischen Eisenbahn. Stückgut- und Kohlezüge
wurden von und nach Süddeutschland, zwischen den Kalksteinwerken,
Zechen, Stahlwerken und Häfen bespannt. |
| 1908 |
Beginn
der Vorarbeiten für die neue Hauptwerkstatt |
| März
1910 |
Die
Königliche Eisenbahndirektion Essen erhielt den Auftrag
zum Grunderwerb. |
| April
1910 |
Auftragsvergabe
Entwurf einer Wagenwerkstätte |
| März
1911 |
Nach
Bewilligung der ersten Geldmittel wurden die Arbeiten ausgeschrieben
und mit dem Fundament begonnen. Der hohe Grundwasserstand bereitete
Probleme: Nördlich der Baustelle wurden die Erdmassen zur
Trockenlegung gewonnen. |
| 1912 |
Aufstellung
der Hallen, Errichtung von Wohnungen in der Steinbruchstraße
für 64 Arbeiter, 8 untere und 2 mittlere Beamte, Errichtung
von Wohnungen am Werkstätteneingang, Zuführung der
Abwässer zur Kläranlage der Siedlung Wedau. |
| 1913 |
Eröffnung
des Rangierbahnhofs |
| Nov.
1913 |
Übersiedlung
der ersten Gruppe von Arbeitern und Beamten aus Speldorf nach
Wedau, Kennzeichnung "Wd" für die in Wedau verwogenen
und untersuchten Wagen. |
| 1.
Weltkrieg |
Die
Werkstätte bewältigte trotz der reduzierten Belegschaft
viele Aufgaben für das Heer. Später wurden für
die leichteren Arbeiten noch ca. 100 Frauen und auch ca. 50
Kriegsgefangene eingesetzt. Eine Werksküche wurde eingerichtet,
ebenfalls eine Schusterei. |
| Nachkriegszeit
|
In
dieser Zeit war das Leben in der Werkstätte von vielen
Ereignissen geprägt: Aufruhr, Streik, Besetzung, Stillegung. |
| Nov.
1924 |
Aus
der Werkstätte wurde das Reichsbahnausbesserungswerk Wedau. |
| 1927 |
Die
Werkstätten Arnsberg und Betzdorf wurden geschlossen, die
meisten Eisenbahner wurden nach Wedau versetzt. Die Ausbesserungswerke
Langenberg und Oberhausen wurde Wedau angegliedert und 1930
geschlossen. |
| 1929 |
Im
Frühjahr 1929 gründete sich im damaligen Reichsbahn-Ausbesserungswerk
Duisburg-Wedau der Musikverein "Harmonie" als Werkskapelle,
später unter dem Namen "DB Cargo Orchester Duisburg"
bekannt und somit auch eine Freizeitgruppe in der Stiftung BahnSozialWerk
BSW. |
| 1935 |
Täglich
erreichten ca. 134 Güterzüge Wedau, ca. 121 begannen
hier ihre Fahrt, ca. 31 hielten hier kurz, setzten Wagen ab,
nahmen welche auf, ca. 25 hielten zum Lokomotivwechsel an. Das
Bahnbetriebswerk hatte mehr als 60 Rangier- und Güterzuglokomotiven,
mehr als 500 Mitarbeiter und 2 Ringlokschuppen und 2 Drehscheiben. |
| 1936 |
Das
Ausbesserungswerk befaßte sich mit Reparatur- und Revisionsaufgaben
an Güter- und Schienentransportwagen. Es beaufsichtigte
die beauftragten Privatwerke in Duisburg und Essen. Der Bedarf
an Fachhandwerker wuchs und die Einrichtungen des Ausbesserungswerks
reichten für die Lehrlinge nicht mehr aus. Im Juli 1936
wurde die Lehrlingswerkstatt vergrößert und eine
neue Werkschule gebaut. In unmittelbarer Nähe wurde ein
großer Sportplatz angelegt. |
| 2.
Weltkrieg |
Bei
Kriegsbeginn waren der westliche Teil der Richthalle sowie die
Nebengebäude (Arbeitsaufnahmehalle, Maschinenschreinerei
und Lager, Lackierhalle, Schmiede und Stofflager) fertiggestellt. |
| Nachkriegszeit |
Die
zerstörten Werkanlagen wurden wieder aufgebaut. |
| 1957 |
Einrichtung
von zentralen Fertigungstätten für Zubehörteile
(Puffer, Zughaken, Bremsventile etc.) |
| 1959 |
Übernahme
der Eisenbahner nach Schließung des Ausbesserungswerks
Mülheim-Speldorf |
| 1961 |
Übernahme von Mitarbeitern des Güterwagenausbesserungswerkes
Recklinghausen. Die gleichzeitige Verlagerung der Fertigung
von 5000 Großraumgüterwagen nach Wedau erforderte
umfangreiche Baumaßnahmen: Einbau von Krananlagen, neue
stählerne Hallenstützen, Erneuerung des Bürotraktes
an der Westwand. |
| 1962 |
Rechtsrheinisch
wurde die Güterzugstrecke stillgelegt und die Dampflokdienste
beendet. |
| 60-er
Jahre |
In
den darauffolgenden Jahren gab es nur noch ca. 40 Lokomotive.
der Mittelteil des nördlichen Lokschuppens wurde nach dem
Krieg nicht wieder hergestellt. E-Loks wurden dort nur abgestellt,
deren Wartung übernahmen Oberhausen und Köln. Im südlichen
Lokschuppen konnten in der Achssenke die Dampflok-Laufwerke
für Reparaturen vom Kessel getrennt werden. |
| 1977 |
Bis
1977 fuhren die Dampfloks im westlichen Ruhrgebiet. Die letzten
Maschinen der Baureihe 50 wurden in Wedau zusammengezogen. Am
17.02.1977 fuhr der letzte Güterzug mit Koks von Castrop-Rauxel
nach Wedau. |