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heutige Hauptverkehrsstraße führt vom Stadtteil Neudorf
über Wanheimerort nach Wedau. Der hellgrüne Strich stellt
den Kalkweg als Durchgangsstraße dar, der dunkelgrüne
im nördlichen Bereich den Alten Kalkweg, wo sich allerdings
auch ein paar Hausnummern des Kalkwegs befinden. Der dunkelgrüne
Bereich endet jeweils in Sackgassen (Wendehammer). Vom Alten Kalkweg
aus geht die geteilte Straße Am Bahndamm ab. Der Beginn des
Kalkwegs ist kopfsteingepflastert und ein Tempo-30-Bereich direkt
ab dem Sternbuschweg bis zur Ampel an der Einmündung der Kruppstraße.
Der
Kalkweg beginnt am Südende des Sternbuschweges an der Eisenbahnunterführung,
führt ab dem Tilsiter Ufer nach Wedau hinein und endet im Erholungsgebiet
der Sechs-Seen-Platte. Zwischen Masuren- und Wambachsee wird sie
zum Fußweg und endet ca. 100m hinter der Straße "Im
Kneippgrund". Bis auf die Strecke, die parallel zum "Alter
Kalkweg" führt, hat sich am Wegesverlauf nichts geändert.
Kreuzung
Wedauer Straße
von der Seenplatte kommend in Blickrichtung Norden |
Kalkweg
in Blickrichtung Norden
rechts der Wald, links die Häuserreihen |
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Die
ersten Hinweise auf den Kalkweg bezeichneten diesen als Transportweg
für Kalk. In der Gegend von Rahm in der Drucht an der Grenze
zu Lintorf wurde ab 1404 Kalk gebrannt und größtenteils
mit Pferdekarren über den heutigen Kalkweg nach "Alt-Duisburg"
transportiert.
Die
westliche Seite des Kalkwegs gehörte 1847 von der Wedauer
Straße bis zum Stichkanal Dickelsbach-Regattabahn der Gemeinde
Angerhausen. Dahinter befand sich die Gemeinde Feldmark. Nördlich
der damaligen Grenzstraße "Im Lith" befanden sich
von der Stadtgrenze Mülheim bis zum Kalkweg die Gemeinde Wanheim
mit 81 Parzellen.
Im
Duisburger Stadtarchiv ist in einer Akte (600, 649, Laufzeit 1868
- 1924, Themenzuordnung: Krankenhaus) folgendes zu lesen:
"Bau und bauliche Unterhaltung der Seuchenbaracken am Kalkweg
u.a., Erweiterung des Armenarbeitshauses; Nutzung der Wohnung in
den Baracken durch den Polizeisergeanten Philipps: Inventar der
Seuchenbaracken; Umbau des Seuchenhauses, Duisburg"
Krupp
errichtete 1888/89 für seine Arbeiter 10 Wohnhäuser
am Kalkweg. Diese wurden jedoch 1966/67 im Zuge einer Stadtsanierung
abgerissen.
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Planungen
sahen 1913/14 vor, den Kalkweg auszubauen, um den Duisburger
Süden verkehrstechnisch besser einzubinden. Aus dem Kalkweg
sollte eine Promenade mit 30,5 m Breite entstehen.
Das Projekt stieß jedoch auf Widerstand : Krupp war nicht
bereit, seine 5 Häuser aufzugeben, Huckingen war finanziell
überfordert. Der Erste Weltkrieg begrub das Projekt. |
Häuser
bis 1930:
Der Kalkweg erstreckte sich vom Forsthaus am Grunewald bis zur Grenzstraße
"Im Lith" und hatte 1867 zunächst 8 Häuser,
1881 mit 16 doppelt so viele, 1897 waren es 31 und 1930 dann 94
Häuser. Im Lith hatte 1867 erst 2 Häuser, 1887 waren es
9 Häuser, 1900 nur 1 mehr und 1930 erhöhte sich die Zahl
durch den Bau der Siedlung Wedau auf 25. |
Eins
der ältesten Häuser am Kalkweg war die Nr. 170, vermutlich
wurde es um 1862 erbaut. Mitte 2000 wurde auch dieses Haus
abgerissen und ein 6-Familienhaus an gleicher Stelle errichtet.
Das Haus Kiesendahl "Restauration
zur Waldeslust von W. Albrecht Kiesendahl"
wurde nach dem letzten Eigentümer benannt und war ein Gasthof
mit Gartenwirtschaft unter alten Bäumen. Der Gasthof lag an der
damaligen Stadtgrenze zu Angermund und war Rastplatz für Fuhrleute
mit Pferdegespannen, die Kalkstein von Lintorf / Ratingen nach Hochfeld
transportierten. Auch Jäger, Treiber und Waldarbeiter kehrten
dort gerne ein. Der Name Kiesendahl findet sich nur noch in
der Bezeichnung der Bushaltestelle.
Das Gebäude wurde 1968 abgerissen und an gleicher Stelle entstand
1980 das heutige 3-stöckige Mietshaus mit der Gaststätte
"Haus Wedau". |
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