| Natur
des Jahres
Seit Jahren werden in Deutschland jedes Jahr Tier- und Pflanzenarten
zu Vögeln, Insekten, Bäumen, Orchideen u.a. zu Arten des Jahres
erklärt. Ziel dieser Aktionen ist, die jeweilige Art und ihren Lebensraum
einem größeren Publikum vertraut zu machen und die Bevölkerung für
die Belange des Naturschutzes zu sensibilisieren.
Adressen und Links der Initiatoren |
Vogel
des Jahres 2006 - der Kleiber (Sitta europaea)
Ein Plädoyer für den Schutz naturnaher Eichen- und Buchenwälder:
Der Naturschutzbund Deutschland (NABU)
und der Landesbund für Vogelschutz (LBV)
in Bayern kürten am 07.10.2005 den kleinen Singvogel, der Baumstämme
kopfüber hinunter läuft, zum Vogel 2006.
„Mindestens acht Prozent der europäischen Kleiberpopulation
lebt in Deutschland. Damit hat Deutschland eine zentrale Verantwortung
für die Art und ihren Lebensraum
mit höhlenreichen Altholzbeständen und strukturreichen,
lichten Laub-, Laubmisch- und Nadelwäldern. Diese sind gleichzeitig
ein Wasserspeicher und nehmen sehr viel Kohlendioxid aus der Luft
auf. Eine sorgsame Behandlung des Kleiberlebensraums ist damit auch
ein gesellschaftlicher Beitrag zum Hochwasser- und Klimaschutz."
(Zitat LBV-Vorsitzender Ludwig Sothmann).
NABU-Vizepräsident Opitz: Der Kleiber benötige ältere
Bäume, in denen er nisten könne, eine nachhaltige Forstwirtschaft
sei damit gleichzeitig der beste Schutz für den Kleiber.
"Kleiber": Der Singvogel klebt (oder kleibert)
den Eingang seiner Bruthöhle mit einer Mischung aus Lehm und
Speichel passend für seine Körpergröße zu.
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Nach
Schätzungen gibt es derzeit etwa 600 000 bis 1,4
Millionen Brutpaare in Deutschland. Bezeichnungen: European
Nuthatch (GB), Sittelle torchepot (F), Picchio muratore
(I). Verbreitung: Europa, Asien, Nordwest-Afrika.
"Kleiber
nisten in natürlichen Spalten oder Nisthöhlen,
die von Spechten oder anderen Vögeln verlassen
wurden. Das Nest wird mit Rindenstücken, Haaren,
Gras und Federn ausgekleidet. Ist der Eingang der Bruthöhle
zu weit, wird er mit einer Mischung aus Lehm und Speichel
bis auf die Körpermaße der Vögel, etwa
35 mm, zugemauert. Dieser Eigenart verdankt der Vogel
auch seinen Namen.
Bereits im Februar vernimmt man den lauten, langgezogenen,
Flötenton der Männchen. Das Weibchen legt
im April oder Mai sechs bis acht rotbraun gefleckte
Eier. Verläßt der Vogel seine Nisthöhle
auch nur für kurze Zeit, deckt er die Eier mit
Blättern zu. Die Brute dauert im Schnitt zwischen
14 und 15 Tagen, die Jungvögel bleiben nach dem
Schlüpfen noch 22 bis 25 Tage im Nest. Beim Ausfliegen
sind die jungen Kleiber schon sichere Flieger. Da der
Kleiber bei uns eine der am frühesten brütenden
Arten ist, können späte Fröste zum Tode
der gesamten Brut führen. Eine zweite Brut wird
in der Regel nicht versucht. Die ältesten beringten
Vögel erreichten ein Alter von 9 Jahren.
Kleiber
leben zur Vegetationszeit hauptsächlich von Insekten
und Spinnen, zum Herbst hin auch von Samen verschiedener
Laub- und Nadelbäume und von Sonnenblumen. Lieblingsnahrung
der Kleiber sind allerdings Maden, weswegen sie auch
oft Spechtmeisen genannt werden. Um Nüsse zu öffnen,
bedienen sich Kleiber einer besonderen Technik. Sie
klemmen die Nuß in eine Baumspalte oder Rindenritze
und hämmern dort die gegen verrutschen gesicherte
Nuß auf. Beim Klettern setzt er die Füße
nicht neben- sondern übereinander. Er kann dadurch
sowohl aufwärts als auch abwärts klettern." |
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Website
von Jörg Förster: Faszination
Natur pur
(veröffentlicht mit freundlicher Genehmigung von
Herrn Förster)
Kleiber am Nestloch: Fütterung der Jungvögel
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Website
von Christian
Lübke: "Augenblicke eingefangen -
Tierbilder aus Mecklenburg-Vorpommern" |
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Der
verschwundene Wald
(Eric Reine) |
Über
Nacht war der Wald ganz weiß geworden. Weiß
und weich war der Boden, weiß glitzerte es von
den Ästen und Zweigen, und weiß waren auch
die Wiesen und Hänge. Die jungen Hasen, die das
zum erstenmal erlebten, waren sehr erstaunt und versuchten,
dieses ,,Weiße" zu fressen. Aber es schmeckte
ihnen nicht. Ganz und gar nicht. Auch die Mäuschen,
als sie aus ihren Löchern kamen, waren nicht
begeistert, denn sie versanken tief in der lockeren
weißen Masse, die da plötzlich alles bedeckte.
Die Vögel hielten eine Versammlung ab, um zu
beraten, was jetzt zu tun sei, denn man konnte ja
fast kein Futter mehr auftreiben.
Ein Teil beschloß, in die Dörfer und Städte
hinunterzufliegen und sich dort irgendwie zu verköstigen,
ein anderer Teil aber blieb im Wald und begann die
Fichten- und Tannenzapfen zu plündern. Alle konnten
das nicht, da mußte man schon so gut darauf
eingerichtet sein wie die Spechte und Kleiber.
Am allerbesten verstand sich der Kreuzschnabel darauf.
Der war den ganzen Sommer hindurch in der weiten Welt
umhergezogen, aber jetzt fand er es hier wunderschön
und begann sogar ein Nest zu bauen für seine
Kinder, denn nie im ganzen Jahr gab es für ihn
wieder so viel Futter wie gerade jetzt, und das mußte
man doch ausnützen. Die rotbauchigen Gimpel verzogen
sich aus dem Bergwald, auch die dicken Grünfinken
und die Meisen flogen ins Tal hinab. Selbst der blaugraue
Kleiber machte ab und zu einen kleinen Ausflug zu
den Menschen.
Eines Tages aber kam er ganz aufgeregt zurück.
„Denkt euch nur, die Menschen bauen mitten in
der Stadt einen Wald!" Der große Buntspecht,
der eben einen großen Föhrenzapfen zwischen
zwei Äste eingeklemmt hatte, begann zu lachen,
dass es im ganzen Wald zu hören war. „Was
willst du uns denn da wieder für eine Dummheit
erzählen?" sagte er und lachte immer wieder.
„Wie kann man denn einen Wald bauen, du Dummkopf!"
Der Kleiber war sehr gekränkt und sagte nichts
mehr. Am nächsten Tag aber kam eine Blaumeise
und holte ihre Familie. Sie wollten übersiedeln,
sagte sie. In der Stadt unten sei ein prächtiger
Fichtenwald gewachsen, und da könne man viel
besser wohnen als hier; auch seien die guten Futterplätze
gleich zur Hand.
Da
wurden die anderen Vögel doch stutzig, und alle,
mit Ausnahme des Kreuzschnabels, der ja gar nichts
anderes haben wollte, und des Spechtes, der ungläubig
blieb, flogen auf und davon, um sich den neuen Wald
anzuschauen. Am Abend kamen sie zurück und erzählten
Wunderdinge von dem schönen Wald mitten in der
Stadt und den vielen Lichtern rundherum, dass der
Specht zornig wurde und sich in seine Baumhöhle
zurückzog, um diesen „Dummheiten",
wie er meinte, nicht länger zuhören zu müssen.
Viele der Vögel aber beschlossen, sofort auszuwandern,
andere wollten noch etwas abwarten. Aber als alles
gut ging, zogen in den nächsten Tagen immer mehr
in die Stadt, selbst die Maus, die in der Nähe
der alten Tanne wohnte, übersiedelte. Immer einsamer
wurde es im Wald, nur der Specht lachte laut und hämmerte
wild an den Stämmen.
So
verging einige Zeit im Dezember. Da waren eines Tages
ein paar Haubenmeisen und der Kleiber wieder da. Der
Wald da unten, erzählten sie, würde immer
kleiner, und sie hätten keinen Platz mehr. Am
nächsten Tag kamen weitere Auswanderer zurück.
Der Specht, ob wohl er doch der Erfahrenste im ganzen
Walde war, verstand das Ganze nicht mehr. Als aber
dann alle anderen Vögel wieder zurückkamen,
entschloß er sich zu einer Besichtigung der
sonderbaren Sache und nahm sich einen Kleiber als
Führer mit. Doch sie konnten diesen seltsamen
Wald nimmer finden. Wie ein Spuk war er verschwunden.
Der Specht sagte, er hätte an den „Schwindel"
ohnehin nie geglaubt, aber der Kleiber war beleidigt
und suchte und suchte. Endlich fanden sie einen einzigen
Baum - dieser aber stand in einer Wohnung, war ganz
bunt geworden, und Lichter brannten an seinen Ästen.
Da fing der Specht wieder zu lachen an und flog nach
dem Wald zurück. „Ihr Dummköpfe",
sagte er zu den Vögeln, „euer Wald, das
waren doch Weihnachtsbäume!" |
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| Links
zu diesem Thema:
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Blume
des Jahres 2006 - Das Wiesenschaumkraut
(Cardamine pratensis)
| Die
Stiftung Naturschutz
Hamburg und Stiftung zum Schutze gefährdeter Pflanzen
(Kurzbezeichnung Stiftung Natur und Pflanzen) hat
am 13.10.2005 das Wiesenschaumkraut zur Blume des Jahres 2006
gewählt. Entwässerungsmassnahmen gefährden die
derzeit noch bundesweit u.a. auf Feuchtwiesen anzutreffenden
Blume. Nach Angaben der Stiftung ging in Sachsen-Anhalt und
Mecklenburg-Vorpommern der Bestand bereits merkbar zurück.
Die Art wurde in die Rote Liste als gefährdet eingestuft. |
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| Website
von Hans-Wilhelm Grömping: Natur Lexikon |
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Fotos
von Marianne Wiora: www.gartenspaziergang.de

Das
Wiesenschaumkraut blüht im Frühjahr. Am Ende der
bis zu 50 bzw. 60 cm hohen Stängeln sitzt die Blütentraube
mit blasslila, weißen oder blassrosa Blütenständen.
An diesen Wiesenblumen sowie an Grashalmen, manchmal auch
an Zierpflanzen und -gehölzen kann man dann Schaumgebilde
erkennen. Die Schaumnester werden auch Hexenspucke oder
Kuckucksspucke genannt und in manchen Gegenden heißt
das Wiesenschaumkraut fälschlicherweise Kuckucksblume.
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Wer
spuckt denn nun auf die Blumen?
Dem
Kuckuck wird unterstellt, er sei der Übeltäter.
Früher nämlich hörte man seinen Ruf zu Beginn
des Frühjahrs und zeitgleich bildeten sich diese Schaumnester.
Produzent sind jedoch die Schaumzikaden (Cercopidae), von
denen es weltweit über 1000 Arten gibt. Die bekannteste
heimische Art ist die Wiesenschaumzikade (Philaenus spumarius).
Mit ihrem langen Saugrüssel zapft sie an bestimmten Stellen
den Pflanzensaft ab und sitzt dort lange Zeit still. Dadurch
wäre vor allem die flugunfähige Larve eine leichte
Beute, wenn sie sich nicht mit Schaum bedecken würde.
Mit einer Atemhöhle am Bauch pumpt sie in ihre Ausscheidung,
eine eiweißhaltige Flüssigkeit, Luftbläschen.
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| Die
Schaumzikade kann dunkelbraun mit hellem Rand und orangem
Kopf sein oder auch durchgehend grünlich-grau gefärbt
mit dunklen Mustern. Sie verfügt über einen einzigarten
Katapult-Mechanismus und springt bis zu 70 cm hoch. Vor dem
Sprung richtet sie mit ihren vorderen und mittleren Beinen
zuerst den Oberkörper auf und bringt ihn in Position.
Die kraftvollen Muskeln der Hinterbeine entsprechen ca. 11
% des gesamten Körpergewichts. Sie speichern Energie
und geben diese wie ein Katapult explosionsartig frei.
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Und
noch ein Foto-Vierer von Walter
Müller:
" Oben links sind kopulierende Wiesenschaumzikaden und
unten links ist eine
Larve dieser Art, während die rechte Larve von der Weidenschaumzikade
ist." |
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Für
wen ist das Wiesenschaumkraut wichtig?
Für
den hübschen Aurorafalter, weiß
mit orangefarbenem Flügelfleck. Die Pflanze ist für
ihn lebenswichtig, denn davon er ernährt sich fast ausschließlich.
Seine Eier legt er an der Blattunterseite ab.
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Aurora-Männchen: |
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| Wichtig
ist es ferner für die Schamanen: Das Wiesenschaumkraut
als Pflanze hilft den Kontakt zu den Ahnen aufzunehmen.
Für die Volksmedizin, die Wiesenschaumkraut als Kompressen
bei Rheumaschmerzen oder als Tee zur Stärkung der Gesundheit
und Steigerung des Wohlbefindens empfiehlt.
Für die Küche: Wildkräuter-Rezepte u.a. für
Wiesenschaumkraut-Senf aus den Blüten, hergestellt mit
Weinessig, Honig und Senfkörnern.
Hierauf sollte man jedoch besser verzichten, denn
Wiesenschaumkraut gehört zu den gefährdeten Pflanzen. |
Links
zu diesem Thema:
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Nutztier
des Jahres 2006 - Das Deutsche Sattelschwein
Die
GEH Gesellschaft zur Erhaltung alter
und gefährdeter Haustierrassen e.V. hat
das Deutsche Sattelschwein wie bereits 1990 zum Nutztier
des Jahres 2006 wiedergewählt.
Auf
der ganzen Welt gibt es eine Vielzahl von Schweinerassen, die nach
den jeweiligen Bedürfnissen der Menschen gezüchtet werden.
Wurden in Deutschland z.B. nach dem Zweiten Weltkrieg Schweine mit
hohem Fettanteil bevorzugt, so passte sich die Zucht nach den 50-er
Jahren dem Trend nach geringeren Fettgehalten an: Die Sattelschweinzucht
kam um 1991 fast zum Erliegen. Heute gibt es nach Angaben der GEH
nur noch Einzelbestände in Nord- und Ostdeutschland. Bundesweiter
Gesamtbestand: 200 Tiere.
Erstmals
wurde vermutlich im 18. Jh vor allem in England gezielt mit der
Rassenzucht begonnen: Um 1770 entstand die erste moderne Schweinerasse
"Leicester", einige Dekaden später kamen Small White
und Essex und Mitte des 19. Jh Large White und Middle White. Deutschland:
1874 wurde der Rassenaufbau mit Marsch-, Land- und Hausschwein +
englische Rassen angegeben.
In
den 20-er Jahren begannen die Bauern des heutigen schleswig-holsteinischen
Landstrichs Angeln mit der organisierten Zucht. Ein Landwirt reiste
1926 nach England und erwarb dort eine besonders fruchtbare und
widerstandsfähige Wessex-Saddleback-Sau zwecks Kreuzung mit
der Angler Landrasse. Seit 1929 wird das Angler Sattelschwein
im Herdbuch aufgeführt und 1937 bzw. 1941 als eigenständige
Rasse anerkannt. Es hatte die höchsten Ferkelaufzuchtraten
innerhalb der deutschen Rassen, die Tiere brachten einen hohen Milchertrag,
waren anspruchslos und robust und eigneten sich für alle Arten
der Haltung. Ende der 50-er Jahre gaben die Züchterverbände
die Rassenvielfalt auf. Sie hatten nur noch ein Ziel: ein Fleischschwein
zu züchten. Viele Zuchtverbände wurden Ende der 60-er
aufgelöst, darunter auch der Verband der Angler Sattelschweine.
Eine Zeitlang galten die Angler Sattelschweine als ausgestorben.
1992 erwarb ein Förderverein die Staatliche Genreserve von
50 Sauen einer Landwirtschaftlichen Produktionsgenossenschaft (LPG)
in Sachsen.
Das
Sattelschwein erhielt seinen Namen von seiner weißen Schulterpartie
auf der schwarz pigmentierten Haut, dem Sattel. An seinem äußeren
Erscheinungsbild werden heute u.a. folgende Anforderungen gestellt:
Mittellanger Kopf mit mäßig eingesatteltem Gesichtsprofil,
die Stirn zeigt in der Regel eine Runzelung, Schlappohren, nicht
unter 14 Zitzen, unterschiedlich große Bereiche des Vorder-
und Hinterhands schwarz (Haut und Haare), Mittelhand weiss (Haut
und Haare), Gliedmaßen können auch weiss sein, der Farbübergangsstreifen
zeigt weiße Haare auf schwarzer Haut, durchschnittlich 10
Ferkel pro Wurf. Tiere, die Blesse oder schwarze Punkte aufweisen
oder ganz schwarz sind, gehören nicht zu den Angler Sattelschweinen.
Sattelschweine
werden auch in landwirtschaftlichen Betrieben, meist Biohöfen,
gehalten, die deren Fleisch- und Wurstprodukte vermarkten.
Links
zu diesem Thema:
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www.geh.de |
Beitrag
von Sandra Nickels: "Von der Domestikation der Schweine
zur Entwicklung der heutigen Rassen in Deutschland" |
 |
www.arche-warder.de |
Der
Tierpark Arche Warder ist der "größte Tierpark
für seltene und vom Aussterben bedrohte Haustierrassen." |
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www.schweinefreunde.de |
Vereinsziel:
"das Ansehen der Schweine in der Öffentlichkeit
zu verbessern sowie aktiv für den Schutz und die artgerechte
Haltung der Schweine einzutreten" |
 |
www.gasthaus-unewatt.de |
Historisches
Gasthaus bietet Gerichte vom Angler Schwein aus biologischer
Haltung an. (Unewatt liegt 13 km östlich von Flensburg.)
|
 |
www.biohof-spannbrueck.de |
Der
Biohof liefert regional "frisches Biofleisch und Biowurst
vom Angler Sattelschwein direkt vor die Haustür"
|
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www.zuchtschweine.de |
"Hier
finden Sie alles rund ums Schwein in Brandenburg" |
 |
www.vieh-ev.de |
"Die
aktive Seite für Initiativen zur Erhaltung alter und gefährdeter
Nutztierrassen" |
 |
www.bioland.de |
Bioland
- Ökologischer Landbau |
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Baum
des Jahres 2006 - Die Schwarzpappel
(Populus nigra L.)
Das
Kuratorium Baum des Jahres
ruft jedes Jahr eine Baumart zum Baum des Jahres aus, um diese mit
Hilfe der Medien in das öffentliche Interesse zu rücken.
Möglichst vielen Bürgern soll der Baum näher gebracht
werden, ein Problembewußtsein soll entstehen und die Bereitschaft
geweckt werden, aktiv zu Lösungen beizutragen.
Mächtige
Schwarzpappel auf Rügen
veröffentlicht mit freundlicher Genehmigung des Fotografen:
© Markus Senn, Schweiz
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Die
Schwarzpappel wurde gewählt, denn sie ist (Zitat
von der Website der privaten Initiative
zur Erhaltung und Vermehrung des Waldes "Wald
in Not":) "... in Deutschland in den Roten Listen
der Farn- und Blütenpflanzen bundesweit als gefährdet
eingestuft. Der Hauptgrund liegt zum einen in der Vernichtung der
natürlichen Lebensräume entlang der Flüsse und zum
anderen in der künstlichen Einbringung konkurrenzstarker fremdländischer
Pappelarten, die die einheimische Schwarzpappel verdrängen."
In Deutschland wurden von den Landesforstverwaltungen nur noch ca.
3.000 Altbäume gefunden.
Die
Schwarzpappel wird 100 - 150 Jahre alt, manchmal 300 Jahre. Die
Rinde ist dunkelgrau bis schwarz, daher der Name. Typisch sind Wasserreiser,
Maserknollen und unregelmäßige Kronen. Die Blätter
an der Schwarzpappel sind an den Kurztrieben rhombisch, an den Langtrieben
eierförmig. Die Pappel ist zweihäusig, d.h. es gibt Bäume
mit weiblichen ODER männlichen Blüten, die sich vor dem
Blattaustrieb im April/Mai entwickeln. Die männlichen Kätzenblüten
tragen 10-30 purpurrote Staubbeutel. Die gelb-grünen weiblichen
Kätzchen haben ca. 50 Einzelblüten. Ende Mai platzen die
Fruchtkapseln auf und winzig kleine, haarige Samenkörner werden
durch den Wind wie weiße Wolle weitergetragen. Diese Samen
sind nur 8 Tage in einem feuchten, sandigen Rohboden keimfähig.
Eine andere Art der Vermehrung stellen Astabsprünge (gesunde
Triebe werden in Trockenzeiten zwecks Eindämmung der Verdunstung
abgeworfen), Stockausschläge (Pflanzen sind nie vollkommen
ausgewachsen. Nach dem Abholzen schlagen bei einigen Baumarten aus
dem verbleibenden Stock zur Verjüngung Triebe aus) und Wurzelbrut
(Vegetative Vermehrung, bei der oberflächennahe Seitenwurzeln
ausschlagen) dar.
Wie
unterscheidet man die echte Schwarzpappel von anderen bzw. gekreuzten
Arten?
Die echte Schwarzpappel ist mit Ausnahme von Skandinavien, Schottland,
Irland und Nordrußland in ganz Europa verbreitet. In Deutschland
gibt es nur noch wenige Bestände an Rhein, Elbe und Oder. Sie
wird oft mit anderen Arten verwechselt und die Bestimmung ist nicht
einfach, aber mit Hilfe von Isoenzymmustern eindeutig möglich.
Detaillierte
Angaben findet man auf der Website des Informationszentrums
Biologische Vielfalt IBV, siehe nachstehenden Themenlink. Hinsichtlich
der Schwarzpappel in Brandenburg wird dort ausführlich u.a.
über die Geschichte des Pappelanbaus, den natürlichen
Standort, die Bestimmungsmerkmale, das Vorkommen an Oder, Elbe und
Havel, Formen natürlicher Entwicklung, Gefahren etc. berichtet.
Die heutigen Pappelwälder in Fluss- und Bachniederungen sind
zumeist künstlich angepflanzt und bestehen aus speziell gezüchteten,
anderen Pappelsorten.
Der Verein
Bielerseeschutz setzt sich seit 1933 für die Erhaltung
der wertvollen Natur- und Kulturlandschaft rund um den Bielersee
ein. Die Schwarzpappel ist eines der laufenden Projekte des
Vereins.
Zitat aus "Förderung der Schwarzpappel": "Die
Schwarzpappel populus nigra, einst ein typischer Baum unserer
Auen, gilt heute als seltene Art. Aufgrund der Gewässerregulierung
und der Kreuzung mit standortfremden Zuchtpappeln kann sich
die Schwarzpappel nicht mehr selbst verjüngen und droht
auszusterben. Bereits 1995 startete der VBS deshalb ein Projekt
zur Förderung der Schwarzpappeln am Bielersee.
Ziel der Bemühungen ist, die noch vorhandenen Bäume
zu erfassen, die Zuständigen über die Schutzwürdigkeit
aufzuklären und an geeigneten Standorten wieder Schwarzpappeln
anzupflanzen."
©
Das Forstingenieurbüro Iseli & Bösiger in Biel,
Schweiz, hat freundlicherweise folgende schönen Fotos
der Bieler Website www.vereinbielerseeschutz.ch
zur Veröffentlichung bei WedauLink genehmigt: |
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Wald-Wertpapier
Zitat aus www.wald-in-not.de: Wald steht u.a. für
"... gesunde Luft und sauberes Wasser, weniger Lärm, Schutz
vor Hochwasser und Lawinen, ein ausgeglichenes Klima, einen nachwachsenden
Rohstoff und manches mehr. Insgesamt: mehr Lebensqualität."
Die Stiftung Wald in Not hat in den letzten Jahren ca. 2,5 Mio.
Bäume gepflanzt, d.h. 425 ha Wald erhalten oder neu geschaffen.
Sie gibt ein "Wald-Wertpapier" heraus: Bereits mit einer
Spende von 25 Euro können 5 Bäume angepflanzt werden.
Und einen Spenden-Quittung gibt es natürlich auch, siehe Link
zum Thema.
Helfen
Sie mit, den Wald zu erhalten!
Links
zu diesem Thema:
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Orchidee
des Jahres 2006 - Die Breitblättrige Stendelwurz
(Epipactis helleborine (L.) Crantz)
Die
AHO, Arbeitskreise
Heimische Orchideen in Deutschland, wählte für 2006
die Breitblättrige Stendelwurz zur Orchidee des Jahres, da
deren Bestände durch Beeinträchtigungen ihrer durchaus
unterschiedlichen Lebensräume zurückgehen.
Bezeichnungen:
Der Name ist (Zitat
Wikipedia:)
"... eine wörtliche Übersetzung eines früheren
Synonyms dieser Orchideenart (Epipactis latifolia (L.) All. 1785)."
Die Breitblättrige Stendelwurz wird auch Breitblättrige
Sumpfwurz oder Breitblättrige
Sitter (TLUG - Thüringer Landesanstalt für Umwelt
und Geologie) genannt. In Belgien heisst er auch "Brede
Wespenorchis".
Die
Orchidee ist ca. 20 cm bis 100 cm hoch, der kahle und kräftige
Stengel hat am unteren Ende ovale 4 cm bis 10 cm breite Blätter.
Ende Juli bis Ende August blüht sie weißrosa bis grünlich.
Die Bestäubung erfolgt oft durch Faltenwespen. Besucht ein
Insekt eine Blüte dieser Waldorchidee, heftet sich das einzige
Staubblatt (Pollinium) mit Hilfe eines kugelförmigen
Klebkörpers (Viscidium) an dem Insekt fest und wird
als Ganzes aus seinem Fach gezogen. Nach der Bestäubung entwickeln
sich die Kapselfrüchte, die die Samen im August/September fallen
lassen.
Abhängig von den jeweiligen Standortbedingungen verändert
sich das Erscheinungsbild der Stendelwurz, siehe auch www.guenther-blaich.de
: größer-kleiner, viele Blüten-wenige Blüten
etc.
Breitblättrige
Stendelwurz auf der Ehrenbürg |
Quelle:
http://walberla.de:
"Das nördliche Jurahochplateau zwischen Bamberg
im Westen, Forchheim im Süden und Bayreuth im Osten
bildet mit den tief eingeschnittenen Tälern der Wiesent
und ihrer Nebenarme eine äußerst reizvolle Landschaft,
die "Fränkische Schweiz". Als wuchtiger geologischer
Zeugenberg lagert der felsige Inselklotz der Ehrenbürg
etwa sieben Kilometer östlich von Forchheim vor der
Wiesentalb."
Fotos:
Adolf Riechelmann, 1.
Vorsitzender AHO Bayern

Quelle:
http://walberla.de:
Artikel von Adolf Riechelmann und Adolf Zirnsack:
" Von der Häufigkeit
der Wuchsorte her kann man die Breitblättrige Stendelwurz
als die verbreitetste Epipactis-Art der Ehrenbürg bezeichnen.
Mehr als 250 Pflanzen fanden wir an über 20 Standorten
rund um das Gipfelplateau. Sie besiedelt beinahe alle Waldgebiete
des Walberla, ihr soziologischer Anschluß beschränkt
sich aber nicht auf einen bestimmten Waldtyp; ... "
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"Auffallend
ist auch bei Epipactis helleborine der hohe Anteil steriler
Pflanzen; er liegt im Bereich der Ehrenbürg zwischen
40 und 50 Prozent. Sie benötigt lichte bis halbschattige
Wuchsorte, die sie in der Regel in den Randzonen der Wälder,
den Lichtungen und an den Wegrändern findet. An ihr weniger
zusagenden Standorten wie z. B. im Lindenreichen-Hangbuchenwald
an der Nordseite der Ehrenbürg, beträgt die Lichtmenge
während der meisten Zeit des Tages selten mehr als 1000
Lux. Nur in den späten Nachmittagsstunden, wenn die Sonne
kurzzeitig auf den Waldboden trifft, erreicht die Beleuchtungsstärke
maximal 5000 Lux. Diese Lichtmenge reicht der Pflanze nicht,
um zum Blühen zu gelangen."
Fotos
zum Artikel
von Adolf Riechelmann und Adolf Zirnsack: |
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Breitblättrige
Ständelwurz in Wolfratshausen und Tutzing,
Oberbayern
Fotos: Uwe
& Katja Grabner |
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Belgien:
Nord-Irland:
Quelle: Flora of
Northern Ireland
© Environment and Heritage Service (EHS) and the Museums and
Galleries of Northern Ireland (MAGNI)
Links
zu diesem Thema:
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Landschaft
der Jahre 2005/2006 - Der Jura (Schweiz/Frankreich)
Quelle:
nfi-bulletin
Nr. 22 / September 2003:
"Nach
einer gemeinsamen Sitzung der NFI mit den Landesverbänden Frankreich
und Schweiz und den regionalen Naturfreundegruppen hat der Geschäftsführende
Vorstand festgelegt, dass die Landschaft des Jahres 2005/06 im Jura
stattfindet. ... Das Mittelgebirge des Jura erstreckt sich entlang
der französisch-schweizerischen Grenze – auf der Schweizer
Seite etwa zwischen Basel, Neuchâtel und Genf und auf der
französischen Seite von Basel westlich über Belfort, Besançon,
Champagnole und Saint-Claude. Mit seiner kontrastreichen Landschaft
aus weiten Plateaus, dichten Wäldern, malerischen Flussläufen
und tiefen Tälern bietet der Jura die besten Voraussetzungen
für einen sanften Naturtourismus. ...
Generelle Zielsetzung der Aktion “Landschaft des Jahres”
ist, die nachhaltige Entwicklung der jeweils gewählten Region
zu fördern und zu unterstützen. Die Naturfreunde wollen
dabei die aktive Auseinandersetzung mit der Region ermöglichen,
gemeinsam mit der Bevölkerung Zukunftsinitiativen für
eine Nachhaltige Entwicklung erarbeiten und Projekte initiieren,
die auch nach der “Landschaft des Jahres“ weiter wirken."
Quelle:
Zeitschrift
"Naturfreund":
Das
Projekt der Naturfreunde
Internationale rückt die Jura, Grenzregion in Frankreich und
Randregion der Schweiz als Landschaft des Jahres in den Vordergrund.
Es will u.a. Grenzen überschreiten, Möglichkeiten des
Austausches schaffen, Verständigung auf beiden Seiten fördern.
Der
Jura wird gepriesen als Region zum Skaten, Radeln, Klettern, Tauchen,
Wandern, Schlemmen, Kanu fahren, Muße haben, Höhlen erkunden,
Leben und Lieben, Grenzen überschreiten. Gefordert wird mehr
sanften Tourismus für den Jura. "Reiten, Wandern, Biken,
Fotografieren, Philosophieren: Sanfter Tourismus kann dem Jura wirtschaftlich
unter die Arme greifen. In Sachen sanfter Tourismus haben Naturfreunde
Erfahrung. Diese gilt es umzusetzen, im Weiterführen werden
Alternativen entstehen - und (Alternativ-)Energien freisetzen. ...
Das
Proklamationsfest vom 11./12. Juni 2005 bei Les Brennets/Villers
bildet den Auftakt zu den Anlässen rund um die Landschaft des
Jahres. Daten und Details zu den einzelnen Veranstaltungen finden
sich u.a. auch im Internet ... Spezielle Publikationen (Newsletter,
ECOurier usw.) werden im 2005/06 sowohl von den Naturfreunde Internationale
NFI wie von den NFS vorgelegt. In der Januar-Ausgabe 2005 lädt
der Naturfreund zudem zu einer 3-tägigen Neuenburger-Jura-Traversierung
auf Schneeschuhen ein."
Auf
der Seite zeigen Fotos von René Moor folgende Themen: 1)
Unterwegs am Montagne du Larmont (F), 2) Im Solothurner Jura mit
dem NF-Haus Passwang, 3) Am Col de la Givrine, Kanton Waadt.
Links
zu diesem Thema:
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