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Der hölzerne Aussichtsturm, der bis
Juli 2002 auf dem Wolfsberg stand
Als
sich das Landschaftsbild in den Jahren 1951 bzw. 1952 nach intensiver
Abgrabung von Kies und Sand stark verändert hatte, wurde die
Frage nach einer möglichen Nutzung der Baggerlöcher immer
häufiger aufgeworfen. Trümmer, Industrieschutt, Luftwaffenschießstände
und Munitionsläger waren zu entsorgen. Es wurde angedacht,
die Wasserlöcher damit zu verfüllen.
Stattdessen
wurde 1967 aus diesem Müll am Wolfssee ein 30m hoher Aussichtsberg
aufgeschüttet: der Wolfsberg. Als der Bürgerverein Wedau
1988 in Zusammenhang mit den Feierlichkeiten zum 75-jährigen
Bestehen einen Überschuß erwirtschaftete, beriet er sich
mit dem Grafen von Spee über eine Verwendungsmöglichkeit.
Schließlich wurde beschlossen, einen Aussichtsturm auf dem
Wolfsberg zu errichten.
Am
02.02.1994 schloss die Stadt Duisburg mit dem Bürgerverein
einen Vertrag über den Bau eines hölzernen Treppenturms
ab. Der Graf von Spee lieferte das Holz, andere Sponsoren fanden
sich und die Stadt übernahm die Verkehrssicherungspflicht.
Die Ingenieur-Abteilung der Wirtschaftsbetriebe Duisburg war maßgeblich
an der Konstruktion beteiligt. 1994 wurde der Aussichtsturm fertiggestellt:
21 m hoch, mit Plattform 83 m über NN, höchster begehbarer
Punkt Duisburgs. Unter optimalen Bedingungen reichte die Sicht bis
nach Düsseldorf und Köln. Die Einweihungsfeier fand am
07.08.1994 statt. |
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Hölzerner Aussichtsturm auf dem Wolfsberg zerstört !
Belohnung für entscheidenden Hinweis.
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Brandstifter waren auf dem Wolfsberg am Werk gewesen und hatten
in der Nacht vom Freitag auf den Samstag (26./27.07.02) den
Aussichtsturm auf dem Wolfsberg zerstört. Detailliert
berichtete Thomas Wittenschläger von der Neue
Ruhr Zeitung (NRZ vom 27.07.02 bzw. 02.08.02) über
diese sinnlose Tat.
Unbekannte
Brandstifter brannten die Holzkonstruktion nieder, übrig
blieben verkohlte Holzstümpfe und Stahlpinne.
Die
Aussichtsplattform des Turmes war mit >80 m über NN
der höchste für die Öffentlichkeit begehbare
Punkt in Duisburg und bot den Spaziergängern seit Errichtung
im August 1994 einen herrlichen Panoramablick
über die Stadt. Die Wedauer Vereine hatten nach fünfjähriger
Planung im Sommer 1994 den Turm errichten lassen und der Stadt
übergeben.
Die Stadt Duisburg hatte das Bauwerk, das in der Vergangenheit
bereits einige Male Ziel von Anschlägen gewesen war,
gegen Brandstiftung versichert. Ob die Versicherungssumme
für einen neuen Turm reichen würde, war fraglich.
Zu prüfen war u.a., inwieweit das Fundament beschädigt
worden war und ob wieder eine Holzkonstruktion in Frage käme. |
Unter
dem Titel :
"Aussichtsturm
an der Sechs-Seen-Platte vollständig abgebrannt"
berichtete
die offizielle Website der Stadt
Duisburg über die Brandstiftung.
Die
Überreste des Turms:
Die nachfolgenden beiden Fotos wurden mit freundlicher
Genehmigung von der Stadt
Duisburg
WedauLink zur Verfügung gestellt. Herzlichen
Dank !
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| So
hatte der hölzerne Aussichtsturm vor dem 27.07.2002
ausgesehen: |
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| Der
bzw. die Täter wurden leider nicht gefaßt.
Im Juni 2004 waren Statik und Bauantrag erstellt. Gesucht
wurde ein Sponsor für die neue Konstruktion, nicht
mehr in Holz, sondern in Stahl. |
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Die
NRZ berichtete am 03.05.2005:

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| Stand
Ende September 2005:
Die
Wirtschaftsbetriebe,
Geschäftsbereich Infrastruktur, Bereich
Brücken- und Ingenieurbau, hatten von der Stadt Duisburg
den Auftrag erhalten, die komplette Abwicklung einschließlich
der Erstellung der Technischen Bearbeitung (Planung von Entwurf,
Tragwerks-, Ausführungs- und Werkstattarbeiten) und die
Bauüberwachung zu übernehmen. Die Sponsoren waren
ThyssenKrupp Stahl
(seit 01.10.05: ThyssenKrupp Steel) und die Hüttenwerke
Krupp Mannesmann in Duisburg. Zuerst wurden in der Dortmunder
Werkstatt des technischen Sozialbetriebs von TKS die Bestandteile
des Stahlturms, ca. 40 Tonnen Stahl, in transport- und montagefertigen
Segmenten geschaffen und anschließend von HKM transportiert
und aufgebaut. Die Kosten für den Anstrich übernahm
der Bürgerverein. Nach Errichtung war das Anbringen des
Korrosionsschutzes vorgesehen. Im Oktober sollte der Turm
stehen und für Ende November 2005 war die Einweihungsfeier
geplant.
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Der
neue Aussichtsturm ist von weitem bereits sichtbar:
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Er ist noch eingerüstet, da die Maler noch ran müssen:

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Stand
November 2005:
Der
Turm wurde fertiggestellt und soll im April 2006 eingeweiht
werden.
Pressemitteilung
der Wirtschaftsbetriebe Duisburg vom 21.11.2005
im Wortlaut:
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Wirtschaftsbetriebe
Duisburg beenden Projekt -
Aussichtsturm an der Sechs-Seen-Platte wieder aufgebaut
Der
hölzerne Aussichtsturm an der Sechs-Seen-Platte,
der am 27.07.2002 abbrannte, ist jetzt wieder als
Stahlkonstruktion aufgebaut worden. Den Wiederaufbau
hat die Stadt Duisburg und der Bürgerverein Wedau/
Bissingheim initiiert. Dank der Sponsoren Thyssen
Krupp Stahl AG und den Hüttenwerken Krupp Mannesmann
stand dem Wiederaufbau nichts im Weg.
Die
Wirtschaftsbetriebe Duisburg wurden von der Stadt
Duisburg beauftragt, die komplette Abwicklung (Entwurfplanung,
Tragwerksplanung, Ausführungsplanung und Werkstattplanung)
einschließlich der technischen Bearbeitung sowie
die Bauüberwachung zu übernehmen.
Durch
die Unterstützung von Thyssen Krupp Stahl AG,
die die Werkstattarbeiten durchführten (ca. 40
t Stahl transport- u. montagefertige Segmente wurden
angefertigt), die Hüttenwerke Krupp Mannesmann,
die den Transport der Elemente sowie den kompletten
Aufbau übernommen hatten, und der Bürgerverein
Wedau/ Bissingheim, die den Anstrich durchführten,
wurde eine neue Aussichtsplattform mit einem 360Grad
Rundblick erstellt.
Die
offizielle Einweihungsfeier erfolgt in Kürze. |
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Aufgrund
der Witterungsverhältnisse wurde die für den 26.11.2005
geplante Einweihungsfeier auf den 25.03.2006 um 11:00 Uhr
verschoben.
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Wirtschaftsbetriebe
Duisburg, Dipl.-Ing. Dieter Dalkowski (Zitat):
"Bei der neuen Stahlkonstruktion
wurde weitestgehend die Grundrisskontur des alten Holztreppenturms
übernommen. Der dreieckige Grundriss bestimmt die Gesamtgestaltung
des Treppenturms. Der Aufstieg erfolgt ebenfalls in einem
dreieckigen Treppenlauf mit dreieckigen Zwischenpodesten.
Über eine Zugstange im Treppenauge werden die Treppe
und die Podeste mittels Querträger aufgehängt.
Die Zugstange ist in der Dachkonstruktionsebene gelenkig
gelagert.
Die Besichtigungsplattform hat einen 1m breiten auskragenden
Umlauf. Dadurch wird dem Besucher ein 360 Grad Rundblick
ermöglicht.
Bei der Wahl der Querschnitte wurden neben statische auch
gestalterische Belange berücksichtigt."
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Bilder
vom Dezember 2005:
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Copyright-Hinweis:
Bitte sprechen Sie mich an, wenn Sie meine Bilder verwenden
möchten bzw. bevor Sie sie verwenden. |
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