| Im
Jahre 1912 war das Wedauer Gelände mit seinem Heide-, Kiefern-,
Buchen- und Eichenbestand noch von Sümpfen durchzogen und hatte
einen entsprechend hohen Grundwasserstand. Im Zuge der Erweiterung
des Verschiebebahnhofs Wedau sowie der - von der Reichsbahn gebauten
- Wohnsiedlung Wedau wurde ein Teil des dichten Waldes abgeholzt.
Zur
Trockenlegung des Geländes mußte die Firma Peter Fix
und Söhne (Meiderich) gewaltige Erdmassen herbeischaffen. Es
bot sich an, hierfür die 12m bis 15m tiefen Sand- und Kiesschichten
aus der nahegelegenen Niederterrasse, die dem Grafen von Spee gehörte,
zu verwenden. Damit entstand der erste See, der zunächst Fix-See,
dann Wambachsee und schließlich Masurensee genannt wurde.
Zunächst wurde ein Schienenbagger für die Auskiesungen
eingesetzt. Als das Grundwasser nachdrang, übernahm der Schwimmbagger
"Wilhelm" bis in den Siebziger Jahren diese Arbeiten.
Kinder nutzten die Baggerseen zum Baden, Flöße fahren
und Schlittschuh laufen.
Mit der Auskiesung weiterer Seen änderte sich das Landschaftsbild
und kritische Stimmen bemängelten, das natürliche Gleichgewicht
würde gestört. Als die Verwaltung des Grafen von Spee
1952 beabsichtigte, die Seen mit Dortmunder Industrieschutt zu füllen,
erwarb die Stadt Duisburg im Zuge der Verhandlungen das Gelände
vom Grafen. Für die Bevölkerung sollte ein Erholungs-
und Freizeitpark mit einer Seen-Platte geschaffen werden.
Mit Kaufvertrag vom November 1962 erwarb die Stadt Duisburg 283ha
der Auskiesungsfläche zur Schaffung von sechs miteinander verbundenen
Einzelseen mit einer Wasserfläche von ca. 150 ha, aufgelockert
durch bewaldete Inseln und Halbinseln sowie durch eine abwechslungsreiche
Linienführung des Ufers.
Um den Seglern eine ungehinderte Durchfahrt zu ermöglichen,
wurde 1976 eine neue Fußgängerbrücke als Bogenkonstruktion
zwischen Masuren- und Wolfssee gebaut.
Die
Baggerarbeiten am sechsten See, dem Haubachsee, wurden erst im Juni
2001 abgeschlossen. Aus diesem Grunde wurde der See auf älteren
Plänen nicht dargestellt, in den neueren hat er zwangsläufig
unterschiedliche Ausmaße bzw. Formen.
|