Die
Auskiesung des sechsten und letzten Sees begann 1994 und dauerte bis
Dezember 2000. Alles, was für die spätere Rekultivierung
genutzt werden konnte (u.a. Mutterboden, Grobkies, Wurzelstöcke),
wurde separat gelagert. Im Juni 2001 wurden die Sand- und Kies-Förderanlagen
der Firma Hülskens aus Wesel abgebaut. Dann begann die Rekultivierung:
Die Uferböschungen wurden frisch angeschüttet, flache und
steile Ufer gestaltet und Schilfgürtel gesetzt. Der Haubach erhielt
ein eigenes Delta, in dem er sich - je nach Wassermenge und Strömung
- ein anderes Bett suchen kann und wo sich eigene Biotope bilden.
Ein Dammbalkenverschluss hält das Niveau des Haubachsees auf
2 m über den Pegel der übrigen Seen. Für Blindschleichen,
Kröten, Frösche, Molche und Eidechsen wurden Kiesflächen
angelegt und Tümpel für Amphibien. Im Wald türmen sich
Totholzhaufen, Kiefern, Erlen und Wildkirschen wurden gepflanzt. Nistmöglichkeiten
für seltene Vogelarten wurden geschaffen, an ruhigen Tagen werden
häufig Eisvogel, Grünspecht und Flussregenpfeifer beobachtet.
Der Biotop Haubachsee ist von einem niedrigen Zaun umgeben und mittlerweile
mit einer Plattform für naturkundliche Beobachtungen versehen
worden.
Auf dem ersten Foto vom 10.06.2001 sind im Hintergrund noch Bagger
sichtbar. |
| |
| |
| |
|
| |
| |
|
| |
Neupflanzungen:
Die Schutzgemeinschaft Deutscher Wald plante für den 22.03.2003,
am West- und Südufer des Haubachsees ca. 1600 langlebige einheimische
Baumarten (Stieleichen, Hainbuchen, Roterlen) zu pflanzen. |
Feuer
auf der Vogelschutzinsel
In den frühen Morgenstunden des 26.06.2003 wurden der Feuerwehr
Rauchwolken an der Sechs-Seen-Platte gemeldet. Als sie kurze Zeit
danach eintraf, stellte sie fest, dass das Feuer sich auf der im
Haubachsee gelegenen Vogelschutz-Insel befand. Die ca. 200m²
große brennende Waldbodenfläche konnte erst nach Stunden
gelöscht werden. Die Insel ist nur auf dem Wasserweg zu erreichen.
Vom Seeufer aus kann man nicht viel erkennen.
|
|